
- Menschliches Hirn: keine Graue Masse, sondern bereit für kreative Ideen. Voraussetzung: die eigene Position im positiven Bereich der IQ-Kurve.
Frischer Wind beim Hessischen Transferforum 2011
Es sollte ein neues Format werden und den Gedanken des Transfers leben: das Hessische Transferforum. Das Programm mit interaktiven Elementen lockte knapp 300 Teilnehmer in die IHK Frankfurt, um sich überraschen zu lassen, um praxisnahe Informationen zu erhalten und um sich auszutauschen und Kontakte zu knüpfen.
Die Erwartungen wurden erfüllt.
Keynote-Speaker Bernhard Wolff machte in seinem spritzigen Vortrag zu Beginn der Veranstaltung Lust auf neue Ideen und den Kopf frei für Perspektivenwechsel. Begeisternd stimmte er die fast 300 Teilnehmer aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik ein auf den nächsten Höhepunkt: die Verleihung des 5. Hessischen Kooperationspreises durch Staatsminister Dieter Posch.
Festliche Preisverleihung für hervorragende Kooperationspartner
Kurze Filmeinspielungen veranschaulichten die technologisch hoch komplexen Projekte der Preisträger aus Maschinenbau, IT und Optischen Technologien. In lockeren Interviews mit Wirtschaftsminister Dieter Posch und Moderatorin Karin Ludwig berichteten die Konsortialführer Prof. Dr. Peter Groche von der TU Darmstadt (EMPT-Schweißen, 3. Platz), Dr. Sven Spieckermann, Geschäftsführer der SimPlan AG (AssistSim, 2. Platz) und Dr. Erwin Jäger, Geschäftsführer der Topag GmbH (DISMAT, 1. Platz) über das Spezielle ihrer Kooperationen.
24 Aussteller geförderter Projekte im Gespräch mit Ministern
In der Mittagspause besuchten Wissenschaftsministerin Kühne-Hörmann und Wirtschaftsminister Posch die Ausstellung geförderter F&E-Projekte. Sichtbar beeindruckt zeigten sie sich von den anwendungsnahen Ergebnissen der 24 Gemeinschaftsprojekte aus Wissenschaft und Wirtschaft. Vom Wasserstoff-Hochdrucktank bis zum Sky Tender bestaunten sie die vom Land Hessen geförderten Innovationen, die hessische Unternehmen und Forscher gemeinsam entwickeln. Der Rundgang bot beiden Ministern die Gelegenheit, ins direkte Gespräch mit den Ausstellern zu kommen und sich davon zu überzeugen, dass die Fördergelder in die Entwicklung greifbarer, marktfähiger Produkte richtig angelegt sind. Zahlreiche Teilnehmer der Veranstaltung nutzten ebenfalls die Gelegenheit, sich mit den Ausstellern und auch untereinander auszutauschen. „Für diese Kontakte, die ich hier neu knüpfen konnte, hat sich allein der Besuch des Hessischen Transferforums gelohnt“, so die Aussage mehrerer Gäste.
FAIR - Transfer weltweit und Lichtjahreschnell
Das Nachmittagsprogramm eröffnete Prof. Dr. Dr. Horst Stöcker, wissenschaftlicher Geschäftsführer des GSI Helmholtzzentrums in Darmstadt. Er berichtete informativ und interessant über das weltweite Kooperationsprojekte FAIR – Facility for Antiproton and Ion Research, das mit seiner Grundlagenforschung Quantensprünge in der Tumorbehandlung vorweisen kann. Weltweiter Transfer mit über 50 Partnern, Erfindung eines neuen chemischen Elementes – und das Zentrum liegt in Darmstadt! Sein Vortrag war der Vorbote für die später folgenden Fachforen zu den Themen Leichtbau, Gesundheitsforschung, Ressourceneffizienz und Soziale Netze/Web 2.0.
Wissensstandort Hessen im Gespräch
Doch zunächst unterhielt sich die Hessische Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann mit Moderatorin Karin Ludwig im lockeren Talk über den Wissenschaftsstandort Hessen. Dabei kamen auch die vielfältigen Aktivitäten des Landes zur Sprache, mit denen die hessische Hochschulen fit die Anforderungen der Zukunft gemacht werden sollen. Die Gesprächsrunde wurde erweitert zur Podiumsdiskussion „Innovationen vom Labor zur Werkbank“.
Lebhaft diskutierten Dr. Michael Kassner, Detlef Osterloh, Prof. Dr. Detlev Reymann und die Wissenschaftsministerin darüber, wie Hessen die wissenschaftliche Elite akquirieren, binden und ausbilden kann, und über den Fachkräftemangel und mögliche Lösungen. Darüber hinaus ging es um die Finanzierung von Hochschulen in Zeiten knapper Kassen, die Notwendigkeit eines engen Austausches zwischen Hochschulen und Unternehmen auch in Bezug auf unternehmensorientierte Ausbildungsinhalte und die Förderung von F&E-Projekten. „Mit den Landesmitteln aus dem LOEWE-Programm – übrigens bundesweit in dieser Form einzigartig – ist Hessen gut aufgestellt“, so die Ministerin. So fanden die Maßnahmen der Landes-Offensive zur Entwicklung Wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz (LOEWE) breites Lob. Hiermit wird zum einen wissenschaftliche Elite ins Land geholt, zum anderen werden konkrete F&E-Projekte – auch im Verbund mit Unternehmen – gefördert. An der angeregten – und teils auch kontrovers geführten Diskussion wurde deutlich, wie wichtig ein starker Wissenschaftsstandort und Technologietransfer für Innovationen sind.
Vom Talk zum Fachthema
Um Leichtbau, Gesundheitsforschung, Ressourceneffizienz sowie Soziale Netze und Web 2.0 ging es in den gut besuchten Fachforen, von denen jeweils zwei parallel stattfanden. Der Technologietransfer wurde auf höchstem Niveau zu aktuellen, zukunftsorientierten Themen beleuchtet. Wissenschaftler und Vertreter von hessischen Unternehmen - vom Start-up bis zur börsennotierten AG - diskutierten miteinander und ließen keine Publikumsfrage offen.
Einen leichten und vor allem für die Bauchmuskeln strapaziösen Abschluss der Veranstaltung bot das Subito! Improvisationstheater aus Wiesbaden. Die vier Improvisationskünstler fassten in vier Sequenzen auf humoristische Weise die Inhalte der Fachforen zusammen und banden dabei das begeisterte Publikum mit ein.


































